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Ohne Worte

Übung zur Sensibilisierung für eigene nonverbale Ausdrucksweisen und ihre Interpretationen durch andere

Kategorien

Kommunikation & Sprache

Zielgruppe

Offen

Gruppengröße

Ab 4 Personen

Dauer

20 - 30 Minuten

Ziele

Jede/-r hat es wohl selbst schon erlebt: Man glaubt seine Absicht klipp und klar signalisiert zu haben, der/die andere interpretiert aber „eigenwillig“ und schon ist das schönste Missverständnis, wenn nicht sogar ein Streit entstanden. Die Übung soll für eigene nonverbale Ausdrucksweisen und ihre Interpretationen durch andere sensibilisieren.

Rahmenbedingungen

Keine besonderen, kann drinnen oder draußen durchgeführt werden.

Ablauf

Die Großgruppe wird in Kleingruppen zu jeweils 4 Mitspieler(inne)n geteilt. Die Kleingruppen bilden jeweils zwei Paare. Die erste Aufgabe lautet, fünf nonverbale Verhaltensweisen aufzuschreiben, die auf jede/-n selbst zutreffen, und in welchen Situationen sie jeweils gezeigt werden.

Sodann sollen jede/-r drei nonverbale Verhaltensweisen festhalten, die auf den Partner/die Partnerin zutreffen und wann sie auftreten.

Anschließend lesen alle vier Personen reihum ihre Beobachtungen über den eigenen Partner/die eigene Partnerin den anderen Gruppenmitgliedern vor. Jede/-r so Beschriebene hat die Möglichkeit, sich dazu zu äußern, ob er/sie das Verhalten richtig beschrieben sieht und kann eigene Beobachtungen über sich selbst hinzufügen.

Material

Papier und Stifte

Auswertung

Diskussion zu beispielsweise folgenden Fragen:

  • Welche Gefühle lösen Beschreibungen des eigenen Verhaltens aus („Ertappt sein“, Überraschung?)
  • Sind die Beobachtungen der anderen überraschend?
  • Lernte die/der Einzelne sich neu betrachten?
  • Wie bewusst waren die beobachteten Verhaltensweisen einem selbst bereits?
  • Inwieweit stimmten die Beobachtungen der anderen mit den eigenen überein?

In interkulturellen Gruppen kommt es öfter dazu, dass nonverbale Signale nicht richtig oder anders interpretiert werden, als man meint.

  • Was meint ihr passiert, wenn solche Signale öfter missverstanden werden?
  • Wie kann man solchen Missverständnissen vorbeugen?

Quelle

Helga Losche: Interkulturelle Kommunikation, Augsburg 2000.