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Buchstabenbörse

Übung zu Sprachanimation/Spracherwerb

Kategorien

Kommunikation & Sprache

Zielgruppe

Für binationale Gruppen geeignet.

Gruppengröße

Mindestens 20 Personen

Dauer

15 - 30 Minuten, je nach Lust und Laune

Ziele

Spracherwerb

Rahmenbedingungen

Ein ausreichend großer Raum.

Vorbereitung

  • Zettel mit Buchstaben vorbereiten
  • zwei Stationen (z.B. Tische) aufbauen

Ablauf

Jede/-r Spieler/-in erhält einen Zettel mit einem Buchstaben. Zwei Stationen (zum Beispiel eine Deutsche und eine Französische) werden gebildet, an denen jeweils ein/-e Spielleiter/-in steht. Die Spieler/-innen stehen alle in der Mitte, zwischen den beiden Stationen.

Es sollen Worte gebildet werden mit vier Buchstaben, entweder deutsche oder französische. Wenn sich vier  Spieler/-innen für ein Wort gefunden haben, rennen sie zur deutschen beziehungsweise zur französischen Station und, wenn das Wort richtig "geschrieben" ist, bekommt jede/-r einen Strich auf seinen Zettel. Danach können sie versuchen, durch Umstellen mit denselben Spieler(inne)n oder aber mit anderen Spieler(inne)n ein neues Wort zu bilden. Ziel ist es, so viele Wörter zu bilden beziehungsweise so viele Striche zu sammeln, wie möglich.

Es darf nicht zweimal dasselbe Wort gebildet werden, selbst mit neuen Spieler(inne)n. Wörter, die in beiden Sprachen gleich geschrieben werden (zum Beispiel IDEE) bekommen bei jeder Station einen Punkt.

Jede Station schreibt alle Wörter, die gebildet werden, auf. Nach Spielende werden beide Listen aufgehängt und übersetzt beziehungsweise verglichen.

Material

  • Zettel oder Moderationskarten
  • Plakate oder Flipchartbögen
  • Stifte

Auswertung

Keine, es sei denn im Rahmen einer Gesamtauswertung.

Hinweise

Sehr seltene Buchstaben, wie z.B. X, Y, Z, Q werden nicht verwendet.

Relativ seltene Buchstaben werden mit einem anderen kombiniert, so dass sie im Spiel wahlweise verwendet werden können, z.B. C/K, C/CH, V/W.

Vokale werden doppelt oder dreifach verwendet.

Häufige Buchstaben wie zum Beispiel R, S, N, L, ... können auch verdoppelt werden.

Diese Übung sowie viele weitere bietet das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) in seinen Publikationen zur Sprachanimation in deutsch-französischen Jugendbegegnungen an. Am einfachsten zugänglich sind diese auf der Webseite des DFJW unter http://www.dfjw.org/paed/langue/aniling.html.

Varianten

Es wird mit Worten mit drei Buchstaben begonnen, danach mit vier, dann fünf Buchstaben ... Im Anschluss werden Gruppen von 10 bis 12 Spieler(inne)n gebildet. Innerhalb einer bestimmten Zeit sollen sie ein möglichst langes Wort aus ihren Buchstaben bilden. Natürlich kann das Spiel auch mit anderen Sprachen gespielt werden, die dasselbe Alphabet benutzen.

Hintergrund

In vielen internationalen Jugendbegegnungen kennen die Teilnehmer/-innen die Partnersprache nicht oder nur wenig, so dass die Verständigung schwierig ist, will man sich nicht von vornherein auf Englisch oder Deutsch beschränken. Es stärkt aber das Gruppenklima und das Selbstwertgefühl, wenigstens einige Worte oder Sätze in der Partnersprache äußern zu können bzw. es schafft einen anderen Zugang zur Sprache, Gelerntes ohne „Leistungsdruck“ anwenden zu können. Daher wird die so genannte „Sprachanimation“ eingesetzt, um Hemmungen zu nehmen, für die fremde Sprache zu sensibilisieren und den Spracherwerb zu fördern.

Quelle

Deutsch-Französisches Jugendwerk: Sprachanimation in deutsch-französischen Jugendbegegnungen. Berlin/Paris 2000.