Toolbox Interkulturelles Lernen

Methodenbox Interkulturell

Methodenspeicher

Ihr Methodenspeicher ist leer.

Domino

Icebreaker zur Gruppenbildung und zum Kennenlernen

Kategorien

Warming-up, Energizer & Co, Vom ICH zum WIR

Zielgruppe

Jugendliche und/oder Fachkräfte

Gruppengröße

Mindestens 5 Personen, bis hin zu 25 Teilnehmenden

Dauer

Etwa 20 Minuten, abhängig von der Gruppengröße.

Ziele

  • Kennenlernen in der Gruppe, mehr über andere Teilnehmende erfahren (Hobbies, Familie …).
  • Verbindungen innerhalb der Gruppe aufzeigen.

Rahmenbedingungen

Ein ausreichend großer Seminarraum

Ablauf

Der/die Spielleiter/-in lädt die Teilnehmer/-innen ein, untereinander kleinere oder größere Geheimnisse oder interessante Informationen (Hobbies, Familie…) auszuplaudern. Den Beginn sollte der/die Spielleiter/-in selbst machen, in dem er/sie sich persönliche Eigenschaften und Vorlieben aussucht, die er/sie folgendermaßen umformuliert:

Er/sie erzählt, dass auf seiner/ihrer linken Seite eine Person sitzen oder stehen wird, die es liebt, klassische Musik zu hören. Und auf der rechten Seite wird eine Person sitzen, die auch zwei jüngere Geschwister hat, wie der/die Spielleiter/-in selbst. Sofern diese Beschreibung auf eine/n Teilnehmer/in zutrifft, ist diese/-r aufgefordert, den eben beschriebenen Platz einzunehmen. Es kann sein, dass sich Teilnehmer/-innen um den Platz streiten, aber Platz ist jeweils nur für eine Person auf jeder Seite.

Eine dieser neuen Personen kann jetzt fortfahren und eine Charaktereigenschaft oder ein Geheimnis über sich erzählen. Neben dieser Person ist nur noch ein Platz frei, den es aus der Gruppe zu besetzen gilt. Sollte diese Eigenschaft auf niemanden in der Gruppe zutreffen, muss ein weiteres Geheimnis gelüftet, bis sich eine Person aus der Gruppe zugehörig fühlt. Jede Person darf sich nur einmal zuordnen.

Material

Genügend Platz im Raum, so dass die Teilnehmer/-innen im Kreis sitzen oder stehen können.

Auswertung

In einer kleinen Reflektion kann der/die Moderator/-in herausheben, dass die Gruppe jetzt einen Kreis gebildet hat, in dem jede/-r mit jeder/jedem etwas gemeinsam hat.

Hintergrund

In der Jugendarbeit kommen größere oder kleinere Gruppen in unterschiedlichsten Situationen zusammen. In der Anfangsphase erzeugt die Einbeziehung in eine neue Gruppe Neugier und Unsicherheit. Der/die Mittler/-in kann die Dinge dadurch in Gang bringen, dass er/sie einige Aktivitäten verwendet, welche die Entwicklung der Gruppe in ihren Anfangsphasen fördern. Diese Aktivitäten werden oft als "Icebreaker", "Warming-ups" oder "Energizer" bezeichnet.

Ein Icebreaker ist eine Aktivität, die dazu verwendet wird, dass sich die Teilnehmer/-innen kennen lernen, dass sich Partnerschaften oder Gruppen entwickeln und um Offenheit, Miteinander sowie ein Gefühl des Wohlbefindens und der Zugehörigkeit zu fördern.

Fragen, die vor der Vorbereitung eines Icebreakers bedacht werden müssen:

  • Welche der Aktivitäten hilft den Teilnehmer/-innen, den Mittler(inne)n kennen zu lernen?
  • Welche der Aktivitäten hilft dem/der Mittler/-in, die Teilnehmer/-innen kennen zu lernen?
  • Welche der Aktivitäten hilft den Teilnehmer(inne)n, sich gegenseitig kennen zu lernen?
  • Wozu dient jede Aktivität?

Ein wirksamer Icebreaker ist einer,

  • der den Umgang miteinander und das gegenseitige Kennenlernen fördert;
  • Zusammenarbeit von Anfang an fördert;
  • auf Aufgaben orientiert ist;
  • dazu beiträgt, dass sich alle Teilnehmer/-innen an der Lösung der Aufgabe beteiligen.

Ein unwirksamer Icebreaker ist einer,

  • anspruchsvolle Aufgaben enthält;
  • die Gruppendynamik vernachlässigt;
  • die Zusammenarbeit nicht fördert;
  • den Teilnehmer(inne)n keine Möglichkeit gibt, sich wohl zu fühlen.

Quelle

Die Methode wurde im Rahmen der Zusatzqualifikation "Coaching in der internationalen Jugendarbeit" von IJAB, transfer e.V. und anderen vorgestellt.