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Anregend präsentieren

Präsentationsübung anhand einer typischen Veranstaltungssituation (Vorstellung der eigenen Organisation) mit Beobachtungshilfen und strukturiertem Feedback.

Kategorien

Train the Trainer

Zielgruppe

Multiplikator(inn)en oder jugendliche Teilnehmer/-innen.

Gruppengröße

Insgesamt nicht mehr als 25 Personen, da sonst die aktiven Beteiligungsmöglichkeiten zu gering sind.

Dauer

1 bis 2 Stunden: Erläuterung und Gruppeneinteilung im Plenum (ca. 15 Minuten); Vorbereitung in Kleingruppen (ca. 30 Minuten); Präsentationen und Auswertung im Plenum (je ca. 20-25 Minuten).

Ziele

  • Kurze Präsentationen mit Medienunterstützung in begrenzter Zeit vorbereiten.
  • Präsentationen arbeitsteilig und mit aktiver Publikumsbeteiligung durchführen.
  • Für Merkmale anregender Präsentationen sensibel werden.
  • Grundinformationen zu den vertretenen Organisationen aufnehmen.

Rahmenbedingungen

Die Methode ist geeignet für trägerübergreifende Seminare, bei denen Präsentation ein Vermittlungsthema ist. Die Teilnehmergruppe sollte aus unterschiedlichen Organisationen stammen, sonst wird es langweilig. Der Übung vorausgehen sollte eine Vermittlungseinheit über Präsentationsfertigkeiten, die unter anderem auch auf die in der Anleitung (siehe unten stehenden Download) genannten Hinweise zu Medieneinsatz, Präsentationsaufbau und Möglichkeiten der Publikumsbeteiligung eingeht.

Zur ungestörten technischen Vorbereitung der Präsentationen sollte für jede Kleingruppe eine Arbeitsecke zur Verfügung stehen.

Vorbereitung

  • Die Teilnehmer/-innen werden in der Vorabinformation zur Veranstaltung darum gebeten, geeignetes Informationsmaterial (Plakate, Broschüren etc.) über ihre Organisation mitzubringen.
  • Der Anleitungsbogen mit der Aufgabenbeschreibung und die Beobachtungsbögen zu den Bereichen "Körpersprache", "Sprachlicher Ausdruck" und "Präsentationsaufbau" werden für alle Teilnehmer/-innen kopiert.
  • Präsentationsmedien und -material, ggf. eine Videoanlage, werden bereitgestellt.

Ablauf

Zielsetzung und Ablauf der Übung werden im Plenum erläutert. Jede/-r Teilnehmer/-in hat eine Doppelrolle als Präsentator/-in und als Beobachter/-in: Zunächst werden die Beobachtungsbögen verteilt, Rückfragen zu den einzelnen Dimensionen geklärt und die Gesamtgruppe in etwa gleichgroße Gruppen von "Spezialist(inn)en" für die drei Beobachtungsbereiche eingeteilt.

Es werden Kleingruppen zu 2-5 Personen gebildet, die jeweils eine Organisation vertreten und diese gemeinsam vorstellen sollen. Die Anleitungsblätter werden verteilt, eventuelle Rückfragen dazu geklärt und die Reihenfolge der Präsentationen vereinbart.

Die Kleingruppen bereiten ihre Präsentationen vor. Die Seminarleitung steht dabei beratend zur Seite.

Die Präsentationen werden vorgestellt, ggf. auf Video aufgezeichnet und jeweils im Anschluss ausgewertet. Die Seminarleitung achtet auf die Zeiteinhaltung und gibt nötigenfalls Hinweise, zum Beispiel zur Halbzeit und eine Minute vor Ablauf der Zeit. Vor jeder Präsentation sollte eine kurze Umbaupause eingelegt werden.

Material

  • Aufgabenbeschreibung (kopiert für alle Teilnehmer/-innen)
  • Beobachtungsbögen "Körpersprache", "Sprachlicher Ausdruck", "Präsentationsaufbau" (siehe Download unten)
  • Flipchartständer und -bögen
  • Moderationsmarker in verschiedenen Farben
  • Pinnwände und -bögen, Nadeln
  • Moderationskarten in verschiedenen Farben und Formen
  • Flipchart zur Dokumentation der Auswertungshinweise (1 Bogen pro Gruppe)
  • ggf. Videokamera, Abspielgerät und Monitor

Auswertung

Nach jeder Präsentation erhalten zunächst die "Darsteller/-innen" Gelegenheit zu kommentieren, was aus ihrer Sicht zufriedenstellend lief und an welchen Stellen es Schwierigkeiten gab. Falls die Präsentationen auf Video aufgezeichnet wurden, sollten sie zunächst als Ganzes vorgespielt werden; bei Zeitknappheit kann die Seminarleitung, möglichst in Absprache mit der Präsentationsgruppe, bestimmte Ausschnitte auswählen.

Danach geben die Beobachter/-innen Feedback, strukturiert nach den drei Leitfäden. Die Moderation hält die Rückmeldungen stichwortartig fest, fragt gegebenenfalls nach Optimierungsvorschlägen und achtet darauf, dass bei den angesprochenen Darsteller/-innen keine Verteidigungshaltung entsteht (Devise: "Aufmerksam zuhören und konkretisierend nachfragen."). Zum Abschluss werden die Präsentator(inn)en gefragt, welche Anregungen sie aus der Übung für sich mitnehmen.

Hinweise

Die Übung kann auch parallel zu anderen Präsentationsübungen (zum Beispiel zum sprachlichen oder mimischen Ausdruck) nur von einem Teil der Gesamtgruppe bearbeitet werden.

Falls für die Videoauswertung im Plenum nicht genügend Zeit zur Verfügung steht, sollte den Präsentationsgruppen angeboten werden, ihre Aufzeichnung in einer programmfreien Zeit gemeinsam mit der Seminarleitung anzusehen – in diesem weniger angstbesetzten Rahmen sind auch detailliertere Auswertungen nach speziellen Feedbackwünschen der einzelnen Präsentator(inn)en möglich.

Varianten

Wenn die Übung als Vorbereitung auf zukünftige Präsentationssituationen bei internationalen Begegnungen eingesetzt wird, sollten die Präsentationen in der später zu verwendenden Fremdsprache gehalten werden.Bei international gemischten Gruppen kann in der Auswertung auch auf kulturell unterschiedliche Präsentationsstile (z.B. Verwendung von Medien, Art der Publikumsansprache, Einsatz von Humor) eingegangen werden.

Quelle

transfer e.V.