Toolbox Interkulturelles Lernen

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Story Telling

Rhythmusanimation

Kategorien

Warming-up, Energizer & Co

Zielgruppe

Es ist keine musikalische Vorerfahrung erforderlich.

Gruppengröße

Mindestens 20, maximal 20 Teilnehmer/innen

Dauer

5 – 10 Minuten

Ziele

Teilnehmer/-innen erfinden Wörter zu einem vorgegebenen Thema und entwickeln daraus einen Sprechgesang.

Rahmenbedingungen

Ein ausreichend großer Raum.

Ablauf

Form und Rhythmus sind hier frei, es wird nur ein bestimmtes Thema oder Wort vorgegeben, z.B. Urlaub, Freizeit, Disco etc. Die Anleitung erklärt den Ablauf von StoryTelling. Dann beginnt sie mit einem Wort oder Mini-Satz zum Thema und wiederholt bzw. rhythmisiert dieses gleichbleibend (z.B. Ur-laub, Som-mer-fer-ien) so dass eine rhythmische Basis entsteht. Die anderen Teilnehmer/-innen steigen mit ihren Wörtern bzw. zum Thema passenden Kurzsätzen nacheinander oder gleichzeitig ein. Ein paar Beispiele: „Koffer packen, Koffer packen... gutes Wetter schlechtes Wetter Regen... Kartoffelsalat Kartoffelsalat Quaaark  .. .“ Weil alle Einwürfe je nach Ideen und Beteiligung gleichzeitig oder nacheinander erfolgen, können Stimmung wie Lautstärke von meditativ bis chaotisch werden.

Außer Wörtern und Mini-Sätzen können auch Geräusche, wie das morgendliche Glockenläuten, Gockelkrähen und Eselrufe, Fahrtgeräusch des Busses usw. eingeflochten werden – und dazu noch die entsprechenden Gesten machen.

Diese einzelnen Einwürfe der Teilnehmer/-innen können immer wieder verändert oder variiert werden und sie sollen sich gegenseitig mit Ideen anregen. Das geht nur, wenn jede/-r auf die anderen hört, auch damit der Sprach- und Rhythmusfluss nicht abreißt. Das gemeinsame Ende wird gemeinsam, durch Blickkontakt und wenn der Sprachfluss abebbt gefunden. Eine weitere Variante: Wenn ein vorher vereinbarter Satz gerufen wird (z.B. „jetzt reicht's“, „RUHE“ oder „an die Arbeit“ ) ist abrupt Schluss. Das steigert auch nochmals die Spannung und Konzentration.

Material

Es wird kein Material benötigt.

Auswertung

Keine, es sei denn im Rahmen einer Gesamtauswertung.

Hinweise

Dies ist eine sehr assoziative Übung; sie kann dazu beitragen, dass Teilnehmer/-innen – je nach Thema – ungewohnt offen ihren augenblicklichen (Gefühls-)Zustand den anderen deutlich machen. Weitere Themen können z.B. Freundschaft oder Schule sein.

In internationalen Gruppen sollte man darauf achten, dass alle Teilnehmer/-innen mithalten können. Es können auch zwei Sprachen zugelassen werden – möglicherweise jeweils mit Übersetzung des Gesagten – oder auf eine gemeinsame Fremdsprache ausgewichen werden.

Quelle

Unbekannt. Die Methode wurde von Dietmar Porcher beim ersten Modul der 2001 begonnenen Zusatzqualifikation Kuer (Kultur- und Erlebnispädagogik) für Programmkoordinator/innen vorgestellt. Die Fortbildung fand im Rahmen der von IJAB und transfer e.V. veranstalteten Trainingsseminare für internationale Begegnungen und Jugendreisen statt und erstreckt sich bis 2003.