NIEDERLANDE

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Windmühle in den Niederlanden.
Windmühle in den Niederlanden.Bild: © dzain / fotolia.com

Der Text gliedert sich in die vier Kapitel: 

Im Impressum erhalten Sie Informationen über Erstellungsdatum, Verfasser/-in und Ansprechpartner/-in.

Allgemeine länderkundliche Informationen - Niederlande

Relevante Links, die einen Überblick über Land und Leute geben:

Länderinformationen des Auswärtigen Amts: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/niederlande-node

Webseite des Niederländischen Außenministeriums: http://www.government.nl/ministries/bz

Webseite des Niederländischen Tourismusbüros: http://www.holland.com/de/Tourist.htm

Webseite des Haus der Niederlande: www.niederlandenet.de

Länderprofil bei Wikipediade.wikipedia.org/wiki/Niederlande

Grunddaten

Flagge der Niederlanden.
Flagge der Niederlanden.Bild: © dario / fotolia.com

Einwohner: 17,02 Millionen (2016)

Hauptstadt: Amsterdam 
weitere größere Städte: Den Haag, Rotterdam, Utrecht

Amtssprachen: Niederländisch, Friesisch (in der Provinz Friesland)

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner/-in: 38.801 Euro (2014; vorl. Zahl)

Altersstruktur: (Januar 2009)
0-20 Jahre:    3 932 759 (23,9 %)
20-40 Jahre:  4 235 236 (25,7 %)
40-65 Jahre:  5 846 788 (35,5 %)
65-80 Jahre:  1 840 735 (11,2 %)
80 Jahre und älter:  631 069 (3,8 %)

Lebenserwartung: Frauen: 83 Jahre; Männer: 79 Jahre

Bevölkerungszuwachs: 0,42 % (2014)

Regierungsform und Verwaltungsstruktur: Parlamentarische Monarchie
12 Provinzen mit von der Königin ernannten Kommissaren, 467 Gemeinden als autonome Gebietskörperschaften

Staatsoberhaupt: Willem-Alexander, König der Niederlande, Prinz von Oranien-Nassau und Jonkheer van Amsberg (seit 2013)

Regierungschef: Ministerpräsident Mark Rutte (seit Oktober 2010)

Religion: Römisch-katholisch: 28 %; Protestantisch: 19 %; Muslimisch: 6%; andere: 4 %; ohne Bekenntnis 44 %; jüdische Gemeinschaft: 41 000 - 45 000 Personen

Sonstige Daten:
- Inflationsrate: 0,9  % (Juni 2014)
- Arbeitslosenquote: 8,4 % (Juni 2014) 

Internationale Mitgliedschaften: Vereinte Nationen und deren Unterorganisationen (1945), Europarat (1949), BENELUX (1948), NATO (1949), Europäische Gemeinschaft / Europäische Union (1951), Internationale Atomenergiebehörde – IAEE (1957), Organisation für Wirtschaftliche Kooperation und Entwicklung - OECD (1960), Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa - OSZE (1973), Welthandelsorganisation - WTO (1995).

QuellenAuswärtiges AmtCentraal Bureau voor de Statistiek - Niederländisches StatistikamtCIA – The World Factbook

Kinder- und Jugendpolitik - Grundlagen und Strukturen

Fahrräder in Amsterdam.
Fahrräder in Amsterdam.Bild: dolcece / pixabay.com

Hier gibt's Infos zu den Grundlagen und Strukturen der Kinder- und Jugendpolitik in den Niederlanden. Mehr lesen unter 

Relevante Gesetze

Grundgesetz (Burgerlijk Wetboek)
Hierin ist unter anderem die Volljährigkeit mit 18 Jahren geregelt. Es beschreibt die Aufgaben der Eltern gegenüber ihren Kindern: sie haben die Pflicht und das Recht, sich um ihre Kinder zu kümmern und sie zu erziehen.
Das niederländische Kabinett hat außerdem im Februar 2005 einem Gesetzesvorschlag von Justizminister Piet Hein Donner zugestimmt, wonach Eltern verpflichtet werden sollen, ihre Kinder ohne den Gebrauch mentaler oder physischer Gewalt bzw. jedwede andere herabwürdigende Behandlung großzuziehen. Dieses Gesetz soll zur Reduzierung von Kindesmisshandlung beitragen.

Jugendgesetz (Jeugdwet, 2015)
Seit Januar 2015 gibt es in den Niederlanden ein neues Jugendgesetzt. Es löste das Jugendgesetzt „Wet op de Jeugzorg“ von 2005 ab, das sich vor allem auf die Einrichtung zentraler Jugendhilfe-Büros (Bureau Jeugdzorg) in den 12 Provinzen stützte.
Das neue Jugendgesetz übertrug alle Zuständigkeiten im Bereich Jugendpolitik von der nationalen und regionalen auf die kommunale Ebene, so dass seit 2015 die Kommunen für die Kinder- und Jugendhilfe allein verantwortlich sind. Somit ist die Kinder- und Jugendhilfe in kommunaler Verantwortung näher an den Jugendlichen und kann die die Maßnahmen und Angebote besser auf die individuellen Bedürfnisse und die Situation vor Ort anzupassen.
Das neue Jugendgesetzt umfasst Jugendstrafrecht, Jugendschutz und Jugendrehabilitation sowie alle Dienstleistungen einschließlich weiterer Aspekte der Kinder- und Jugendbetreuung im Rahmen des Krankenversicherungsgesetzes (Versorgung Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen und Pflege geistig Behinderter). Das neue Jugendgesetzt beinhaltet auch die Stärkung der Jugendsozialarbeit in ihrer praktischen Arbeit vor Ort.

Sozialgesetz (Welzijnswet)
Es beschreibt die Zusammenhänge und Kooperationsebenen zwischen den nationalen, provinziellen und kommunalen Behörden bei der Umsetzung aller Regelungen und Gesetze im sozialen Bereich.

Gesetz zur Mitbestimmung im Bildungsbereich (Wet Medezeggenschap Onderwijs), seit 1992
Hierin wird die Position der Eltern und Erziehungsberechtigten im Bildungsbereich geregelt. Die Einrichtung von Mitbestimmungsorganen in Schulen ist Pflicht. 

Strafgesetzbuch (Wetboek van Strafrecht en Wetboek van Strafverdeling)
Für Jugendliche ist hierin die Anordnung von Jugendhaft und die Zahlung von Geldstrafen relevant. Alternativen zu Haftstrafen sind nach diesem Gesetz erlaubt. Jugendliche können nach diesem Gesetz auch in geschlossenen Heimen untergebracht werden.

Arbeitsförderungsgesetz (Arbeidswet)
Jugendliche erreichen nach dem Arbeitsrecht die Volljährigkeit mit 23 Jahren. Bis zu diesem Alter ist ihnen vom Arbeitgeber ein Mindestgehalt zu zahlen. Dies wird vom Staat durch ein Minimumlohngesetz garantiert. Ab 15 Jahren wird ihnen vom Gesetz erlaubt, bezahlte Arbeit anzunehmen, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Diese werden geregelt im Gesetz über die Arbeitszeiten (Arbeidstijdenwet) beziehungsweise in den weitergehenden Bestimmungen zur Kinderarbeit.

Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung für Jugendliche (Jeugdwerkgarantieplan)
1991 wurde ein Gesetz verabschiedet, in dem Jugendlichen ein Arbeitsplatz auf Zeit garantiert wurde. Jugendlichen unter 21, die mindestens ein halbes Jahr arbeitslos gewesen sind, muss vom Staat ein befristeter Arbeitsplatz angeboten werden. Jungen Leuten zwischen 21 und 27 Jahren, die sechs Monate nach ihrer Ausbildung noch immer arbeitslos sind, muss ebenfalls eine solche Stelle angeboten werden. Auf diese Weise soll ihnen die Möglichkeit geboten werden, überhaupt Arbeitserfahrungen zu sammeln. 
Jugendlichen, die sich weigern, einen angebotenen Job anzunehmen, wird die Sozialhilfe gekürzt.

Lehrpflichtgesetz (Leerplichtwet)
Jedes Kind ist ab dem ersten Schultag des Monats, der auf seinen fünften Geburtstag folgt, schulpflichtig. Die meisten Kinder gehen bereits freiwillig mit vier zur Schule. Die Schulpflicht endet am Ende des Schuljahres, in der die/der Schüler/in 16 Jahre alt wird oder in dem er/sie 12 volle Schuljahre absolviert hat. Bis zur Volljährigkeit (18 Jahre) gilt eine Teilzeitschulpflicht an zwei Tagen der Woche.

Ausbildungsförderungsgesetz (Wet Studiefinanciering)
Studierende zwischen 18 und 27 Jahren erhalten in den Niederlanden ein Grundstipendium, das unabhängig vom Einkommen der Eltern/Erziehungsberechtigten ist. Es ist an die Verpflichtung gebunden, das Studium in einer bestimmten Regelzeit erfolgreich abzuschließen und im ersten Jahr des Studiums eine bestimmte Punktzahl zu erreichen. Falls dies nicht geschieht, muss es zurückgezahlt werden.
Darüber hinaus sind weitere finanzielle Förderungsmöglichkeiten vorgesehen, die nur als verzinstes Darlehen ausgezahlt werden, zurückgezahlt werden müssen und abhängig vom Einkommen sind.
(Weitere Informationen zum Ausbildungsförderungsgesetz: http://www.ib-groep.nl)

Seit 1995 gibt es in den Niederlanden keine allgemeine Wehrpflicht und keinen Zivildienst mehr. Die Armee besteht nur noch aus Berufs- und Zeitsoldat/innen. Frauen können sich nur im Alter von 17bis 27 Jahren verpflichten.

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Altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

Was darf man in welchem Alter in den Niederlanden?

mit 12 Jahren

  • zum Film gehen 
  • Mitglied eines Mitbestimmungsrats in der Schule sein 
  • bei einem Familiengericht angehört werden , wenn man selbst betroffen ist 
  • beim Familiengericht einen Antrag einreichen im Scheidungsfall der Eltern 
  • verurteilt und bestraft werden bei kriminellen Handlungen 
  • mit Zustimmung der Eltern einen Pass beantragen

mit 13 Jahren

  • leichte Arbeiten im elterlichen Betrieb übernehmen

mit 14 Jahren

  • eine Lizenz für einen 27MC Sender beantragen

mit 15 Jahren

  • leichtere Jobs und Ferienjobs übernehmen 
  • einen Minimumjugendlohn erhalten 
  • Veto einlegen bei einer Adoption 
  • eigene Steuern bezahlen

mit 16 Jahren

 
  • endet die normale gesetzliche Schulpflicht
  • ein Moped fahren
  • Spielotheken besuchen
  • leichtalkoholische Getränke bestellen 
  • einen Traktor fahren
  • ein Binnenschiff fahren, außer in Häfen und auf Kanälen
  • maximal 24 Stunden pro Woche arbeiten 
  • für seinen Pilotenflugschein üben
  • zu Filmen gehen, die für 16 und älter zugelassen sind
  • sein Testament machen
  • ein Geschäft eröffnen
  • Mitglied einer Rundfunk- und Fernsehanstalt werden
  • Unterhalt oder Waisengeld auf das eigene Konto bekommen
  • Fallschirmspringen
  • verantwortlich gemacht werden für Schäden
  • eine Organspenderkarte ausfüllen zur Transplantation der eigenen Organe

mit 17 Jahren

  • im Pflegebereich arbeiten 
  • fünf Tage pro Woche arbeiten 
  • finanzielle Fördermittel beantragen fürs Studium 
  • ein motorisiertes Binnenschiff auch in Häfen und auf Kanälen steuern

mit 18 Jahren

 
  • die Volljährigkeit erreicht 
  • wählen 
  • gewählt werden 
  • selbst Prozesse führen 
  • in legalen Angelegenheiten angeklagt werden
  • den Führerschein bekommen 
  • nachts arbeiten 
  • ohne elterliche Zustimmung heiraten 
  • Sozialhilfe beantragen 
  • alkoholische Getränke bestellen 
  • mit Bullen und anderen gefährlichen Tieren arbeiten 
  • Beiträge für die Rundfunk- und Fernsehanstalten bezahlen
  • der Polizei beitreten

mit 19 Jahren

  • Taxifahrer werden

mit 20 Jahren

  • Feuerwehrmann werden

mit 23 Jahren

  • das Minimumeinkommen für Erwachsene erhalten

mit 25 Jahren

  • Bürgermeister werden

Zum Schluss noch einige interessante Daten aus den Regelungen zum gesetzlichen Kinder- und Jugendschutz in den Niederlanden (vgl. Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz: Jugendschutz in Ferienländern, Berlin 2004, 64ff.):

  • Bis 21 Jahre haben die Eltern die Pflicht, ihre Kinder zu unterstützen. Man wird bis 18 Jahre als Kind betrachtet. 
  • Vom Alter eines Neugeborenen an ist es Kindern und Jugendlichen gestattet, sich in Gaststätten und Restaurants aufzuhalten (auch ohne Begleitung Erwachsener). 
  • Man darf alkoholische Getränke zwar erst mit 16 (leichte) bzw. 18 Jahren (hochprozentigere) kaufen, doch es gibt keine gesetzlichen Einschränkungen für deren Konsum! 

Links

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Finanzierung

Staatliche nationale Förderung

Im Rahmen des neuen Kinder- und Jugendhilfegesetzes werden die finanziellen Mittel von der Regierung bereitgestellt, aber hauptsächlich auf der regionalen Ebene (Provinzen und größere Gemeinden) verwaltet und eingesetzt. Das Besondere dabei ist, dass die Fördermittel ressortübergreifend für alle Einrichtungen beziehungsweise Hilfen, die Kinder und Jugendliche betreffen, eingesetzt werden können, egal ob das Justiz- oder das Bildungsministerium zuständig ist.
(siehe Rahmenbedingungen für die Jugendarbeit > Kinder- und jugendpolitische Strukturen > Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte

Private und sonstige Finanzierungsquellen

Es gibt in den Niederlanden eine ganze Reihe von öffentlichen und privaten Stiftungen, die zum Teil auch die Kinder- und Jugendhilfe fördern. 
(siehe Aktionsfelder im Kinder und Jugendbereich > Kultur und Kreativität

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Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten

Kinder- und Jugendpolitik ist in den Niederlanden weitestgehend dezentralisiert. Das nationale Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport (Ministerie voor Volksgezondheid, Welzijn en Sport) bestimmt nicht länger die regionalen und kommunalen Aufgaben in diesem Bereich. Kinder- und Jugendpolitik ist primär die Aufgabe der regionalen Provinzen und der örtlichen Kommunen. Die Provinzen sind dabei für die konkreten Fürsorgeleistungen an Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien zuständig (psychosoziale, psychische und Verhaltensprobleme von Kindern und Jugendlichen), während die Gemeinden für allgemeine Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe (einfache Hilfeleistungen und präventive Maßnahmen) verantwortlich sind.
Informationen zur Jugendpolitik, ohne dass diese einem Ministerium zugeordnet ist, finden sich auf der Seite des Niederländischen Regierung: http://www.rijksoverheid.nl/themas/familie-jeugd-en-gezin

Das Ministerium unterstützt und fördert die Jugendpolitik und trägt Sorge dafür, dass das System funktioniert. Es beschränkt sich auf die Aufgaben, die auf anderen Niveaus nicht wahrgenommen werden können.

Im Gegensatz zu vielen Nachbarländern schließt die niederländische Jugendpolitik Kinder (0 - 12) mit ein. Der Bereich der "Jugend" umfasst also junge Leute von Geburt bis zum 25. Lebensjahr.

Ministerie van Veiligheid en Justitie (Ministerium für Sicherheit und Justiz
Fragen der Jugendkriminalität beziehungsweise -delinquenz obliegen der Zuständigkeit des Sicherheits- und Justizministeriums. Mit dem Ziel die Straftaten zu reduzieren setzt man hier auf frühe Intervention, Prävention und zügige und faire Strafen. Nachdem Jugendliche ihre Strafe verbüßt haben, erhalten sie Unterstützung, die ein erneutes straffällig Werden verhindern sollen.
Hierzu sind in den letzten Jahren mehrere Schritte eingeleitet worden, die das Ministerium koordiniert:
•    der Gruppe der unter 12-jährigen Täter mehr Aufmerksamkeit widmen
•    konsequentes Vorgehen gegen den harten Kern von kriminellen Jugendlichen
•    Verbesserung des Angebots von Beschäftigungsmaßnahmen für Jugendliche
•    Auftreten gegen Gewalt im Fernsehen
•    Förderung des Sachverstandes über jugendrelevante Themen bei der Polizei
•    Erhöhung des Angebots an Alternativen zu Haftstrafen

Grundsätzlich unterliegen Beschuldigte zwischen 12 und 17 Jahren dem Jugendstrafrecht, ab 18 Jahren dem Erwachsenenstrafrecht. Kinder unter 12 Jahren können nicht belangt werden. Am 1. April 2014 trat der „Adolescent criminal code“ Inkraft, der die Grenzen zwischen Jugend- und Erwachsenenstrafrecht lockert. Das Jugendstrafrecht kann somit individueller und auch bis zum Alter von 22 Jahre angewandt werden, wenn die entsprechenden Sanktionen für die Entwicklung des jungen Menschen förderlicher sind.

Ungefähr die Hälfte der Jugendlichen, die von der Polizei verhaftet werden, werden an das HALT Programm verwiesen, wo ihnen die Möglichkeit gegeben wird ihr Straftat wieder gutzumachen (z.B. durch Entschuldigung), ohne dass sie gleich mit den Strafrechtsbehörden in Kontakt zu kommen.

(Weitere Informationen unter: http://www.government.nl/issues/youth-crime/reducing-youth-crime)

Ministerie van Binnenlandse Zaken en Koninkrijkrelaties (Ministerium für Inneres und Angelegenheiten des Königreichs)
Das Ministerium beschäftigt sich mit Jugendangelegenheiten hauptsächlich unter dem Blickwinkel der inneren Sicherheit. Hierzu sind in den größeren Städten Aktionspläne initiiert worden, die vom Innenministerium finanziell gefördert werden.

Ministerie van Soziale Zaken und Werkgelegenheid (Ministerium für Soziales und Arbeit)
Das Ministerium ist unter anderem verantwortlich für das Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung von Jugendlichen und für die Minimaljugendlöhne.

Ministerie van Onderwijs, Cultuur en Wetenschap (Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft)
Das Ministerium ist verantwortlich für das Bildungsprogramm der Schulen, Hochschulen und Universitäten. Gemeinsam mit dem Justizministerium führt es eine Kampagne für sichere Schulen durch. Außerdem führt eine Kampagne gegen Bulimie (Magersucht) durch.

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Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

In der niederländischen Kinder- und Jugendhilfe hat sich in den letzten Jahren das Prinzip der Prävention durchgesetzt. Im Bereich der Drogenproblematik heißt dies zum Beispiel konkret, dass insbesondere jungen Leuten niedrigschwellige Angebote zu Aufklärung, Information und Beratung gemacht werden. Vom Tolerieren (dogen) weicher Drogen, wie Canabis und Marihuana, verspricht man sich eine Entkriminalisierung. Andererseits geht man teilweise mit sehr harter Hand gegen harte Drogen und deren Händler und Konsumenten vor.

Die "Operation junge Leute" (Operatie JONG) hat zum Ziel, die Kooperation von Kinder- und Jugendhilfeinstitutionen zu verbessern. Dabei werden besonders auch alle Ministerien mit einbezogen, die im Bereich Jugend Verantwortung tragen. Ein wichtiger Teil dieser Kooperationsmaßgabe ist das neue Kinder- und Jugendhilfegesetz, das am 1. Januar 2005 in Kraft getreten ist (s. auch Gesetzliche Grundlagen der Kinder- und Jugendhilfe).

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Bürokratieabbau. Unnötige Gesetze und Verwaltungsvorschriften sollen gefunden und entfernt werden, was einen positiven Effekt auf die Wartelisten im Bereich der Jugendwohlfahrt haben soll.

Der Nationale Aktionsplan für Kinder von 2004 geht auf Entscheidungen der UN-Sonderversammlung für die Belange von Kindern im Jahr 2002 zurück, nachdem jedes Land einen solchen Aktionsplan unter Mitwirkung von Kindern selbst und ihren repräsentativen Organisationen entwickeln soll. Er gibt die Sichtweisen von Kindern und Jugendlichen zu den vier Hauptthemen der UN-Sonderversammlung für Kinder wieder und erläutert, was die Niederlande heute und in Zukunft zu ihrer Bearbeitung tun. Schließlich beschreibt er, wie die niederländische Regierung die Empfehlungen und Schlussfolgerungen des UN-Kinderrechtskomitees zu beantworten versucht. Die vier Themen des Aktionsplans sind

  • eine bessere Ausbildung
  • die Möglichkeit ein gesundes Leben zu führen
  • HIV/AIDS und Sexualaufklärung
  • Schutz und Fürsorge

Die Niederlande haben mit Deutschland einen binationalen Vertrag zum Austausch der jungen Generation abgeschlossen. Hiermit soll sowohl der Schüler(innen)austausch als auch der außerschulische Jugendaustausch sowie der Austausch von Fachkräften aus der Jugendarbeit finanziell gefördert werden. Träger, die aus diesem Programm gefördert werden, können ansonsten noch auf der regionalen oder kommunalen Ebene Zuschüsse beantragen. Zuständig ist hier die Abteilung Internationales des Niederländischen Jugendinstituts NJi (siehe Internationale Jugendarbeit > Zusammenarbeit mit Deutschland).

Internationaler Jugendaustausch wird vor allem über das EU-Programm JUGEND IN AKTION finanziert. Die Niederlande haben ihren finanziellen Schwerpunkt auf den in diesem Rahmen möglichen Austausch von Jugendlichen und Fachkräften gelegt. Zuständig ist hier die Abteilung Internationales des Niederländischen Jugendinstituts NJi.

Link-Tipps

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Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen

Niederländisches Jugendinstitut (Nederlands Jeugdinstituut)
Aufgabe des nationalen Jugendinstitut ist das Erstellen, Prüfen und Verbreiten von Informationen über Kinder- und Jugendthemen, wie u.a. Jugendarbeit, Jugendhilfe und Unterstützung für Eltern, mit dem Ziele die Angebote für Kinder, Jugendliche und deren Familien zu verbessern.Catharijnesingel 473511 GC UtrechtPostbus 192213501 DE UtrechtTel: + 31 30 230 63 44Internet: www.nji.nl

Nationaler Jugend Fonds (Nationaal Jeugd Fonds - Jantje Beton)
Diese nationale Agentur richtet ihr Augenmerk auf die Lebens- und Spielbedingungen für Kinder in den Niederlanden. Die Seite präsentiert die Ziele und Projekte der Organisation.
Internet: http://www.jantje-beton.nl/

Christlicher Verein junger Männer in den Niederlanden (Christelijk Jongeren Verbond - CJV/YMCA Nederland)
Dieser Verband ist eine ökumenische Freiwilligenorganisation für junge Leute und Jugendarbeit.
YMCA Jugendwerk - Infozentrum
Tel.: +31 35 6668700
E-Mail: ymcal@ymca.nl, Internet: http://www.ymca.nl

Nationales Aktionskomitee für Schüler (Landelijk Aktie Komitee Scholieren)
Die größte Organisation für Schüler/innen. Auch von Schülern und Schülerinnen gemacht.
Internet: http://www.laks.nl

Pfadfinderjugend der Niederlande (Scouting Nederland)
Scouting Nederland ist die Jugendorganisation mit der größten Mitgliederzahl (etwa 110 000) unter Kindern und Jugendlichen im ganzen Land. Die Organisation möchte zur Entwicklung der Persönlichkeit von Kindern beitragen.
E-Mail: post@lb.scouting.nl, Internet: http://www.scouting.nl

Die Aufgaben des ehemaligen NIZW - Nederlands Instituut voor Zorg en Welzijn (Niederländisches Institut für Gesundheit und Wohlfahrt) werden von drei Instituten für Sozialwesen übernommen:
NJI - Nederlands Jeugdinstituut (Niederländisches Jugendinstitut), http://www.nji.nl
MOVISIE (Niederländisches Institut für Sozialwesen), https://www.movisie.nl/
Vilans (Niederländisches Institut für langfristige Gesundheitsfürsorge), http://www.vilans.nl/
(Quelle: http://www.zorgwijzer.nl/faq/nizw)

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Einrichtungen in den Niederlanden, der einen Einblick in die breite Vielfalt der Organisationen bieten soll, die sich vor allem durch Lobbyarbeit und Vertretung der Interessen der Jugendlichen auf dem politischen Feld bemerkbar machen.

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Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Seit Januar 2002 gibt es in den Niederlanden einen nationalen Jugendrat (Nationale Jeugdraad), der durch den Zusammenschluss verschiedener großer Jugendorganisationen (Vereniging 31, Nationale Jeugdraad voor Milieu en Ontwikkeling, Nationale Jeugddebat, Jeugdnetwerk Nederland) entstanden ist.

18 große Dachverbände aus dem Jugendbereich sind Mitglied im nationalen Jugendrat.

Partizipation ist ein Schwerpunkt der letzten Regierungsperioden gewesen. Insofern hat es in den Niederlanden sehr viele, auch sehr unterschiedliche Ansätze gegeben, Jugendlichen Mitbestimmungsrechte zu übertragen. Einige Gemeinden haben Kinderparlamente eingerichtet, die angehört werden müssen, bevor im Gemeinderat kinderrelevante Entscheidungen gefasst werden. In anderen Provinzen sollen Jugendliche über jugendrelevante Themen mitbestimmen. So hat die Provinz Friesland ein Schülerparlament eingerichtet, dessen Mitglieder jedes Jahr an den dortigen Schulen gewählt werden. Einmal pro Jahr entscheidet das Parlament über einen Etat von zirka 4 540 Euro und kann dann bestimmte Projekte damit fördern. In der Provinz Drenthe existiert ein Jugendrat, der sich aus Vertreter/innen von Schulen und Jugendverbänden zusammensetzt.

Jugendverbandsarbeit

Überblick über die Strukturen der Jugendverbandsarbeit

Gesellschaftliche Entwicklungen wie zunehmender Studiendruck und die verlangte Flexibilisierung auf dem Arbeitsmarkt tragen dazu bei, dass Jugendliche sich immer weniger in Jugendverbänden engagieren. Außer den Sport- und Pfadfinderverbänden existieren kaum noch mitgliedsstarke Jugendverbände. Gleichzeitig fördert das Ministerium Verbände immer mehr nur noch projektbezogen statt institutionell. Dadurch wird der finanzielle Spielraum für Jugendverbände immer enger, denn mit weniger Mitgliedern können sie nur wenige Projekte initiieren. Viele Jugendorganisationen werden ausschließlich ehrenamtlich geführt. 

In den letzten Jahren sind eine Reihe von neuen Jugendverbänden entstanden, die im Bereich des Natur- und Umweltschutzes und des internationalen Jugendaustauschs tätig sind. Viele Jugendliche sind außerdem auf Spielplätzen ehrenamtlich aktiv. Sie passen auf die kleineren Kinder auf, versorgen die Tiere oder bieten Bastelkurse an.

Überregionale Jugendverbände

Landelijke Organisatie voor Speeltuin und Jeugdrecreatie (Nationale Organisation für Spielplätze und Jugenderholung) ist der Dachverband für alle Initiativen, die Spielplätze in den Niederlanden unterhalten.
E-Mail: info@nuso.nl, Internet: http://www.nuso.nl/

Jeugd Rode Kruis (Jugendrotkreuz)
spricht Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 25 Jahren an. Das Jugendrotkreuz versorgt Jugendliche mit Infomaterialien, fordert sie zur aktiven Hilfe in der Gesellschaft auf und bildet sie für solche Hilfseinsätze aus. Für ihre Mitglieder führt es Abenteuerurlaube, internationale Austauschprogramme, Erste-Hilfe-Kurse und Fundraising-Aktivitäten durch. 
E-Mail: info@redcross.nl, Internet: http://www.rodekruis.nl/

Nederlands Agrarisch Jongerencontact – NAJK (Niederländische Landjugend)
Internet: http://www.najk.nl

Scouting (Pfadfinder)
E-Mail: info@scouting.nl, Internet: http://www.scouting.nl 

Außerdem gibt es die parteipolitisch orientierten Jugendverbände (siehe Aktionsfelder im Kinder und Jugendbereich > Partizipation und Citizenship).

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Glaubensgemeinschaftliche Angebote für Kinder und Jugendliche

Das Jugendwerk der Protestantischen Kirche in den Niederlanden (PKN) verfügt über ein breit gefächertes Angebot für Kinder und Jugendliche, das von der Zusammenarbeit mit Schulen über katechetische Angebote bis hin zu Zeitungsprojekten reicht. Außerdem organisiert die PKN gemeinsam mit Kerkinactie, der Jugendabteilung und der für Mission und Diakonie zuständigen Abteilung der Vereinigten Protestantischen Kirchen in den Niederlanden, das so genannte Diakonische Jahr: Junge Leute aus den Niederlanden oder aus dem Ausland werden für ein Jahr in soziale, pädagogische, kulturelle oder humanitäre Projekte vermittelt und erhalten so aktive Einblicke in Kirchen- und Gemeinschaftsarbeit.

In der Römisch-Katholischen Kirche treffen sich die jungen Leute in einer Vielzahl von Jugendgruppen, die in der Regel innerhalb der Gemeinden organisiert sind. Sie gestalten ihre Freizeit in Form von Ausflügen, sozialen Aktivitäten und der Behandlung religiöser Themen. In der Werkgroep Katholieke Jongeren sind die Regionalgruppen der katholischen Jugend zusammengeschlossen (Regionale Katholieke Jongeren). Die WKJ gibt die Zeitschrift "Omega" heraus, ein Jugendmagazin für junge Leute von 16 bis 25 Jahren, veranstaltet Sommercamps, Sportaktivitäten und den jährlich stattfindenden Katholischen Jugendtag.

Die Internationale Alt-Katholische Jugend (IAKJ) wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und die Niederlande sind neben Deutschland eins der ältesten Mitglieder. Die IAKJ möchte Verbindungen zwischen alt-katholischen Jugendlichen und Jugendverbänden über Ländergrenzen hinaus schaffen, der nationalen Jugendarbeit Unterstützung anbieten und internationale Jugendveranstaltungen durchführen. 

Christliche Verbände wie YMCA oder die Pfadfinder sind auch in den Niederlanden organisiert und engagieren sich in den Bereichen Jugendsozialarbeit, Jugendreisen, Umwelt, Training sowie in der internationalen Zusammenarbeit. Außerdem bietet Youth for Christ (YfC) Nederland, eine Unterorganisation der YfC International, christliche Lebenshilfe für junge Menschen. Sie sucht den Kontakt über Schulen, die außerschulische Jugendarbeit und die christlichen Kirchen.

Die muslimische Jugend ist vor allem in Studentenvereinigungen organisiert. Auch durch Institutionen wie die Islamitische Universiteit van Europa wird auf akademischem Niveau die Positionierung und Reflexion muslimischen Lebens in Europa gefördert und werden junge Leute zur Auseinandersetzung mit diesem Thema angeregt.

Die Islamitische Stiftung der Niederlande (Islamitische Stichting Nederland) hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Integration der türkischen Gemeinschaft in der niederländischen Gesellschaft zu leisten und will eine Brückenfunktion für die Muslime in einer multikulturellen Gesellschaft ausüben. Für Kinder und Jugendliche werden sowohl spezielle Korankurse durchgeführt und Gottesdienste gehalten als auch kulturelle Aktivitäten in Jugendzentren angeboten, die sich der Stiftung angeschlossen haben.

Die Organisation der jüdischen Gemeinden in den Niederlanden (Nederlands-Israelitisch Kerkgenootschap - NIK) unterstützt Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten, aber auch Kinder- und Jugendorganisationen (so z.B. die religiös-zionistische Bne Akiva, die sozialistisch-zionistische Habonim und die Studenten- und Jugendorganisation IJAR (Dutch Union of Jewish Students).

Link-Tipps

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Jugendinformation

Strukturen der Jugendinformation 

Der Bereich der Jugendinformation hat sich seit Ende der 1980er Jahre zu einem eigenständigen Angebot neben den Kinder- und Jugendhilfsangeboten entwickelt (Hintergrund war die Professionalisierung der Jugendinformation durch die Stichting Jeugdinformatie Nederland) und es bildete sich ein Netz von etwa 150 Jugendinformationszentren (Jeugd Informatie Punten - JIPs). Hier können Kinder und Jugendliche alle Informationen erhalten. Die JIPs sind gut ausgestattet. Sie bieten ein niedrigschwelliges Informationsangebot für große Gruppen von Kindern und Jugendlichen. Wenn nötig, leiten sie die Kinder und Jugendlichen schnell und effizient zu einer qualitativ besser eingerichteten Beratungsstelle wie Drogen-, Missbrauchs- und Gewaltberatungsstellen weiter.

Die JIPs entwickelten sich immer mehr zu lokalen Schnittpunkten mit Informationen für und über Jugendliche. Lokale Organisationen spürten die Notwendigkeit, mehr als bisher über die Interessen und Probleme von Jugendlichen zu erfahren, damit sie präventiv darauf reagieren können. JIP’s können solche Informationen liefern. Außerdem wurden JIP’s immer mehr einbezogen, wenn im Rahmen der Mitbestimmung Jugendliche gefragt sind, ihre Meinung zu den Plänen und Vorhaben im Bereich Jugendpolitik zu äußern.

Seit der Einführung des neuen Kinder- und Jugendhilfegesetzes im Januar 2005 ist die Rolle und Zukunft der JIPs allerdings unklar: Durch die Bündelung des Informations- und Beratungsangebotes in den Jugendhilfebüros (Bureaus Jeugdzorg) gehen wesentliche Aufgabenbereiche der JIPs an dieses neue Instrument der Kinder- und Jugendhilfe über. Da einige JIPs sich allerdings aus Jugendberatungszentren entwickelt haben, sind sie immernoch Teil des Jugendhilfesystems und sind daher momentan einem Jugendhilfebüro angeschlossen.

Generell aber ringen die JIPs mit den neuen Strukturen und haben sich daher zur Vereniging van JIPs zusammengeschlossen. Sie sind abhängig von den Entscheidungen auf lokalpolitischer Ebene - umso mehr, als viele von ihnen von den Kommunen gegründet wurden. Nur die JIPs in der so genannten Randstat (Gebiet um Rotterdam, Den Haag, Amsterdam) laufen relativ problemlos und haben eine feste Position in der Informationsarbeit der Region.

Internationale Kooperationen

Die Stiftung JONG Rotterdam (http://www.jongerenwerk.nl/drupal/) ist Mitglied im Netzwerk ERYICA (European Youth Information and Counselling Agency), dem europäischen Jugendinformationszentrum mit Sitz in Paris. Das Netzwerk bietet den Rahmen für europäische Kooperationsvorhaben zwischen den Strukturen der Jugendinformationsarbeit.

Das Nederlandse Jeugdinstituut / NJi (www.nji.nl) nimmt als nationale Agentur für die Niederlande teil am europäischen Informations- und Beratungsnetzwerk Eurodesk, das Auskunft zu europäischen Strukturen und Förderprogrammen gibt und in den beteiligten Ländern mit nationalen Daten ergänzt wird.

Link-Tipps

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Aktionsfelder im Kinder und Jugendbereich - Niederlande

Kinder im roten Tulpenfeld.
Kinder im roten Tulpenfeld.Bild: benscherjon / pixabay.com

Bildung und Beschäftigung

Bildung
Beschäftigung

Bildung

Nach der UNICEF-Vergleichsstudie zur Lage der Kinder in Industrieländern aus dem Jahr 2013 schneiden die Niederlande im Bereich Bildung im internationalen Vergleich am besten ab. Auch in den anderen untersuchten Dimensionen des kindlichen Wohlbefindens (materielles Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit, Bildung, Verhalten und Risiken, Wohnen und Umwelt) befinden sich die Niederlande in der Spitzengruppe.

Dennoch gibt es sozial, kulturell und wirtschaftlich benachteiligte Gruppen innerhalb der niederländischen Bevölkerung, deren Bildungsstand erhebliche Defizite aufweist. (Quelle und weitere Informationen: Report on the Young 2002.)

Informationen zum Bildungssystem der Niederlande unter www.bildung-weltweit.de und in der Europäischen Enzyklopädie zu nationalen Bildungssystemen EURYPEDIA.

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Beschäftigung

Seit Ende 2008 hat auch in den Niederlanden die Wirtschaftskrise zu einer rasch ansteigenden Jugendarbeitslosigkeit geführt. Seit 2010 jedoch ist die Jugendarbeitslosigkeit stetig zurückgegangen. Die Niederlande haben mit 9,7 % (2014) eine sehr geringe Jugendarbeitslosenquote im europäischen Vergleich (EU-Zone: 23,7 %, Quelle: statista). Dies ist einerseits auf eine Reihe von Maßnahmen zurückzuführen, die die niederländische Regierung in den vergangenen 10 Jahren zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und Schulabbrechern eingeführt hat andererseits auch auf die Tatsache, dass immer mehr Jugendliche länger zur Schule beziehungsweise an Hochschulen und Universitäten gehen. Derzeit besuchen 38 % der 25- bis 34-Jährigen eine Hochschule. Sie treten auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr als jugendliche Arbeitnehmer/innen auf.

Außerdem sind Jugendliche in den Niederlanden sehr mobil, wenn es um Beschäftigung geht. Staatliche (Regionale Bureaus voor Arbeitsvoorzienung, RBA = Regionale Büros für Arbeitsvermittlung) und private Arbeitsvermittlungsinstitute bieten eine Fülle von Zeitjobs, die von jungen Leuten gerne angenommen werden. Die RBA's wurden vom Arbeitsministerium, von den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden gemeinsam eingerichtet.

1991 wurde in den Niederlanden ein Gesetz verabschiedet, in dem Jugendlichen ein Arbeitsplatz auf Zeit garantiert wurde (Jeugdarbeidsgarantieplan). Jugendlichen unter 21, die mindestens ein halbes Jahr arbeitslos gewesen sind, muss vom Staat ein befristeter Arbeitsplatz angeboten werden. Jungen Leuten zwischen 21 und 27 Jahren, die sechs Monate nach ihrer Ausbildung noch immer arbeitslos sind, muss ebenfalls eine solche Stelle angeboten werden. Auf diese Weise soll ihnen die Möglichkeit geboten werden, überhaupt Arbeitserfahrungen zu sammeln. Jugendlichen, die sich weigern, einen angebotenen Job anzunehmen, wird die Sozialhilfe gekürzt.

In Erweiterung des genannten Gesetzes soll das seit dem 1.1.1998 gültige Gesetz zur Einbeziehung Arbeitsuchender (Wet Inschakeling Werkzoekenden) für Jugendliche und Erwachsene eine schnellere Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt beziehungsweise in befristete gemeinnützige Stellen bringen. Das Gesetz bündelt mehr oder weniger bereits vorhandene Gesetze und Regelungen und soll deren Einsatz effektiver gestalten. Mit Hilfe des Gesetzes sind in den letzten Jahren mehr Arbeitsplätze geschaffen worden, gleichzeitig ist auch der Druck auf die junge Generation gewachsen, jede angebotene Arbeit anzunehmen.

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Gesundheit und Wohlbefinden

Gesundheit
Sport

Gesundheit

Die Niederlande sind nach der aktuellen internationalen UNICEF-Vergleichsstudie aus dem Jahr 2013 zum kindlichen Wohlbefinden einschließlich der Kindergesundheit in Industrieländern erstplatziert – wie schon in den vorherigen UNICEF-Studien (2007, 2010). Die gute Situation spiegelt sich auch in der Selbsteinschätzung und dem subjektivem Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in den Niederlanden wider.

Auch wenn niederländische Kinder und Jugendliche allgemein über eine gute Gesundheit verfügen, gibt es abhängig von ihrer Schichtzugehörigkeit Unterschiede. So ist der gesundheitliche Zustand von Zuwandererkindern in der Regel schlechter als der ihrer niederländischen Altersgenoss(inn)en. 

Drogen

Käse, Tulpen und Coffeeshops sind die Stichwörter, die zu den Niederlanden einfallen. Seit mehreren Jahren werden in den Coffeeshops in den Niederlanden weniger Kaffeetassen als vielmehr weiche Drogen serviert. Zum eigenen Gebrauch, ausdrücklich nicht zum Weiterverkauf, werden in den Coffeeshops Cannabisprodukte wie Marihuana und Haschisch an Privatpersonen über 18 Jahren verkauft. Alkoholische Getränke dürfen dort nicht verkauft werden. In der Regel beläuft sich die Menge auf zirka fünf Gramm. Der Stoff entstammt meist der einheimischen Produktion aus Gewächshäusern.

Der Verkauf ist nicht erlaubt, wird jedoch geduldet. Der Besitz von weichen Drogen ist in kleineren Mengen in den Niederlanden strafbar, aber nicht strafwürdig. Coffeeshops, die ihren Besuchern außer weichen auch harte Drogen anbieten, werden rigoros von der Polizei geschlossen. Mit dieser Toleranz gegenüber weichen Drogen soll nach Meinung der politisch Verantwortlichen in den Niederlanden die Kontrolle über den Drogenkonsum und die Trennung der illegalen Märkte von harten und weichen Drogen erreicht werden.

Seit einigen Jahren wird in den Niederlanden Heroin unter ärztlicher Kontrolle an Drogenabhängige ausgegeben. Ihrer Kriminalisierung soll hiermit entgegengewirkt und ihre Eingliederung in den Arbeitsprozess und die Gesellschaft gefördert werden. Die Drogenabhängigen werden in einem ganzheitlichen Ansatz betreut, der verhindern soll, dass sie in eine soziale Isolierung geraten. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen scheinen diesen Weg zu bestätigen. Die Zahl der Herointoten ist wesentlich niedriger als in anderen westeuropäischen Ländern.

Modedrogen wie Ecstasy und andere Labordrogen sind in den Niederlanden genauso verbreitet und verboten wie in anderen Ländern. Sie werden aber nach wie vor in den größeren Städten relativ unbehelligt öffentlich angeboten, vor allem an Stellen, wo sich viele junge, ausländische Gäste aufhalten, wie im Zentralbahnhof von Amsterdam.

Ähnlich wie im Bereich der Jugendkriminalität versucht man dem Problem mit intensiven Präventionsprogrammen beizukommen. Diese richten sich sowohl auf den Konsum von harten und weichen Drogen als auch von Alkohol. Ken je maat (Erkenne dein Maß) ist beispielsweise eine Anti-Alkoholkampagne, die sich insbesondere an jugendliche Moped-, Motor- und PKW-Fahrende richtet.

Link-Tipps

Sport

Niederländische Kinder und Jugendliche betreiben viel Sport, sowohl allein als auch in der Gruppe. Viele schließen sich Sportvereinen an. Populär sind Sportarten wie Fußball, Volleyball, Basketball, Hockey, aber auch Eisschnelllauf, Tennis, Judo, Baseball.

In den Niederlanden ist Korbball, das in gemischten Teams von Männern und Frauen gespielt wird, sehr beliebt.

Viele Städte halten für einzelne Sportarten informelle Treffs bereit: kleine Skater-Anlagen, kleine eingezäunte Fußball- und Basketballplätze.

Im Jahr 2001 haben das Ministerium für Volksgesundheit, Wohlfahrt und Sport und das Ministerium für Soziales und Arbeit ein Pilotprogramm mit dem Titel "Sport und Kinderbetreeung" ins Leben gerufen. Umgesetzt wurde dieses Programm vom Niederländischen Institut für Sport und Bewegung (NISB) und dem Netzwerkbüro für die Verbesserung der Kinderbetreuung (Netwerkbureau Uitbreiding Kinderopvang). Ziele waren die Belebung der Sportvereine, der Kampf gegen Bewegungsarmut bei Kindern und die Verbesserung der Kinderbetreuung in den Niederlanden. Inzwischen ist die Verantwortung zu großen Teilen auf die regionalen und kommunalen Sportverbände übertragen worden. 

Weitere Informationen zum Sport in den Niederlanden unter:

Partizipation und Citizenship

Politische Bildung
Freiwilliges Engagement

Politische Bildung

In den Niederlanden sind auch Jugendliche politisch aktiv und interessiert. 1976 beschloss die Regierung, die politische Beteiligung von jungen Menschen durch die Gründung politischer Jugendorganisationen zu befördern. Diese Jugendorganisationen sind unabhängig, haben aber sehr wohl Verbindungen zu politischen Parteien. Ein Gründungskriterium ist die Anerkennung durch eine im Parlament vertretene Partei, ein anderes die Mitgliederzahl, die mindestens 1000 umfassen muss.

Jonge Socialisten – JS (Junge Sozialisten)
Internet: www.js.nl

Jongerenorganisatie voor Vrijheid en Democratie – JOVD (Jugendorganisation für Freiheit und Demokratie
Internet: www.jovd.nl

Christen Democratische Jongeren Appèl – CDJA (Christdemokratische Jugendorganisation)
Internet: www.cdja.nl

Jonge Democraten – JD (Junge Demokraten)
Internet: www.jongedemocraten.nl

DWARS (Grün-Linke Jugendorganisation)
Internet: www.dwars.org

Ein niederländisches Jugendbildungsgesetz gibt es nicht. Politische Jugendbildung findet in der Freizeit statt. Seminare und sonstige Aktivitäten der politischen Jugendbildung werden von den Jugendorganisationen (oder anderen Organisationen) am Abend, an Wochenenden oder in den Ferien angeboten. 

Jugendbildungsstätten gibt es kaum. Meist haben Erwachsenenbildungsstätten oder Europa-Häuser zusätzlich zu ihrem Erwachsenenprogramm spezielle Angebote für Jugendliche.

Link
Reader zur "Jugendbeteiligung vor Ort" mit internationalen Praxisbeispielen aus der Schweiz, Finnland, den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich. IJAB Bonn, 2012. Download hier ...

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Freiwilliges Engagement

Informationen zum Thema "Freiwilliges Engagement (Voluntary Acitivities)" erhalten Sie im European Knowledge Centre for Youth Policy unter: http://pjp-eu.coe.int/en/web/youth-partnership/voluntary-activities1

 

 

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Kultur und Kreativität

Ein besonderes Angebot in den Niederlanden ist der Cultureel Jongeren Paspoort (CJP), ein jugendspezifischer Kulturausweis. Dieser kann von Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren gegen ein geringes Entgelt beantragt werden. Der/die Ausweisbesitzer/in erhält Preis-/Eintrittserlässe bei sehr vielen kulturellen Ereignissen und Einrichtungen. Informationen unter www.cjp.nl.

Die Kunstbende (Kunstclique) organisiert jährlich im ganzen Land Wettbewerbe für Jugendliche von 14-18 Jahren. Die Teilnehmenden können Beiträge aus den Bereichen Photographie, Video, Tanz, Gestaltung, Musik, Schreiben und anderen einreichen. Die regionalen Vorrunden finden im April statt, das Finale einige Monate später (www.kunstbende.nl).

Die Stichting Popmuziek (Stiftung Popmusik) koordiniert in vielen Regionen die Aktivitäten von Jugendlichen in Musikbands. Sie informiert über Popbands in der Region, vermittelt Auftrittsmöglichkeiten, richtet Proberäume ein. In Zwolle hat die regionale Stichting Popmuziek Overijssel 1997 ein multifunktionelles Zentrum eingerichtet. Hier gibt es sowohl Auftrittsmöglichkeiten für Bands wie auch ein modernes Tonstudio. Informationen unter www.popinstituut.nl.

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Integration von Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Im Jahr 2014 beantragten 3780 Kinder in den Niederlanden Asyl. 2015 stieg die Anzahl der Asylanträge von Kindern auf 6420. Auf diesen Anstieg war die niederländische Kinderbetreuung nicht vorbereitet, so dass 7440 Kinder zum Zeitpunkt 1. Januar 2016 in Notunterkünften untergebracht waren. (Informationen zur aktuellen Situation im Jaarbericht Kinderrechten 2016 und Wachten op je toekomst, Kinderombudsman 2016)

Seit 30. September 1998 ist in den Niederlanden das Gesetz zur Eingliederung von Neuzugewanderten (WIN) in Kraft. Aufgrund dieses Gesetzes ist jede/r Neuzugewanderte verpflichtet, sich zu einer Eingliederungsprüfung anzumelden. Bei dieser Prüfung wird festgestellt, ob der/die Neuzugewanderte ein Integrationsprogramm absolvieren muss. Er/Sie kann zur Teilnahme an einem solchen Programm gezwungen werden. Das Programm umfasst Niederländisch­unterricht sowie gesellschaftliche und berufliche Orientierung. Außerdem werden die Neuzugewanderten sozial betreut und während der Absolvierung des Programms begleitet. Am Integrationsprogramm können auch 16- und 17-Jährige teilnehmen, falls diese nicht mehr vollständig schulpflichtig sind und nicht in das reguläre Schulsystem aufgenommen werden können. Für die Umsetzung der niederländischen Einwanderungspolitik ist der Immigrations- und Einbürgerungsdienst (Immigratie- en Naturalisatiedienst) zuständig, der dem Justizministerium untersteht.

Das Niederländische Institut für Sorge und Wohlfahrt (NIZW) ist neben der expliziten jugendpolitischen Arbeit auch mit sozialpolitischen Aufgaben betraut und betreut hier unter anderem Projekte zur Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Einen Schwerpunkt bildet das Programm "Multikulturelles Stadtviertel" (Multiculturele Buurt).

Als nationale Koordinierungsstelle war FORUM, das Institut für Multikulturelle Entwicklung tätig. FORUM engagierte sich in diversen Bereichen wie Erziehung, Kommunikation, Gesetzgebung, Wohnungsbau, Beschäftigung, Bildung, Gesundheit, Freizeit, Sport, Partizipation, Kunst und Kultur und wurde vom Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport gefördert. Seit 1. Januar 2015 existiert FORUM nicht mehr. Die Aufgaben im Bezug auf Migrationsrecht wurden von der 2014 gegründeten Stichting Migratierecht (Stiftung für Migrationsrecht) übernommen. 

Integratie & Samenleving (Integration und Gesellschaft) ist eine auf drei Jahre angelegte Plattform  für Forschung, Beratung, praktische Ratschläge und Methoden in Bezug auf Fragen der Integration, Migration und Vielfalt in den Niederlanden. Sie wird vom niederländischen Ministerium für Soziales und Arbeit gefördert. Hauptthemen sind: neue Migration, soziale Stabilität, Inklusion und Zugang und Partizipation.

Die unabhängige Stiftung WijkAlliantie fördert unter anderem Projekte zur Integration junger Migrantinnen und Migranten. Einige Dokumentationen (zum Beispiel zum Selbstbild junger Marokkaner in den Niederlanden) finden sich auf der Homepage der Stiftung.

Auch die Kirchen und Glaubensgemeinschaften engagieren sich in der Integrationsarbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund (vergleiche die Link-Tipps unter Kinder- und Jugendpolitik - Grundlagen und Strukturen > Jugendarbeit > Glaubensgemeinschaftliche Angebote für Kinder und Jugendliche).

Migration von Jugendlichen von den Niederländischen Antillen in die Niederlande
Eine besondere Rolle zum Thema Migration spielen die zum Königreich der Niederlande gehörenden Antillen. Hier wurde in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme an Auswanderungen vor allem junger Leute registriert, die fast ausschließlich in die Niederlande emigrieren. Bereits 1992 wurde aus diesem Grund eine "Task Force Antillische Jugendliche" eingerichtet, das ab 1999 direkt dem Ministerium für Erziehung, Kultur, Jugend und Sport unterstand. Mit der Umstrukturierung der antillischen Regierung im Januar 2002 wurde die Task Force in "Abteilung für Jugend und Jugendentwicklung" umbenannt und bildet heute zusammen mit der Abteilung für Erziehung, Kultur und Sport das Ministerium für Erziehung und Kultur. Die jugendpolitischen Strukturen der Antillen sind also direkt aus der Emigrationsproblematik hervorgegangen.

Links

Jugendsozialarbeit und Hilfen für Kinder

Der überwiegende Teil der Kinder und Jugendlichen in den Niederlanden bietet keinen Anlass zur Sorge. Sie sind gesund, ihr Bildungsstand ist stetig steigend und sie haben keine beziehungsweise kaum familiäre Probleme. Etwa 15% der jungen Leute benötigen jedoch zur ein oder anderen Zeit professionelle Hilfe und Unterstützung, wobei man bei etwa 5% von schwerwiegenden sozialen und/oder psychologischen Problemen sprechen muss.

Die niederländische Jugendpolitik befasst sich zwar prinzipiell mit allen Kindern und Jugendlichen, doch in den letzten Jahren schenkte man den Risikogruppen besondere Aufmerksamkeit (zum Beispiel Jugendliche mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt). Dies geht unter anderem auf Studien zurück, die einen steigenden Alkohol-, Zigaretten- und Drogenkonsum sowie die Zunahme allgemeiner Stress-Symptome und einen sinkenden allgemeinen Wohlstand unter den jungen Leuten diagnostizierten.

Der Bereich der Jugendsozialarbeit in den Niederlanden ist eines der Hauptarbeitsfelder der Kinder- und Jugendhilfe. Die Organisation Jeugdzorg Nederland vereint unter ihrem Dach rund 50 Organisationen aus dem Bereich des Kinder- und Jugendschutzes.

Die Niederlande sind Mitglied des European Network of Ombudsmen for Children (ENOC). In diesem Netzwerk sind unabhängige Büros für Kinder in europäischen Ländern zusammengeschlossen, die sich für die Verwirklichung der UN-Kinderrechtskonvention einsetzen. Sie unterstützen eine gemeinsame Lobbyarbeit für die Kinderrechte, tauschen Informationen und politische Strategien aus und werben für die Entwicklung effektiver unabhängiger Kinderbüros. - Informationen zum niederländischen Büro unter www.dekinderombudsman.nl

Einige Maßnahmen und Projekte im Einzelnen

Im Oktober 2003 wurde vom Ministerium für Soziales und Arbeit und dem Ministerium für Erziehung, Kultur und Wissenschaft die "Taskforce Jugendarbeitslosigkeit" ins Leben gerufen. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, dass die Jugendarbeitslosigkeit in der laufenden Legislaturperiode nicht mehr als das Doppelte der allgemeinen Arbeitslosigkeit betragen wird und will bis Mai 2007 40.000 zusätzliche Stellen für junge Leute bis 23 Jahre schaffen.

Da es keine spezifische Familienpolitik in den Niederlanden gibt, wurde Anfang der neunziger Jahre das Arbeitsfeld der Familienhilfe eingeführt. Ihr Schwerpunkt ist die Unterstützung von Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder durch individuelle Beratung, Eltern-Kurse oder Hausbesuche, bei denen gezielte Maßnahmen besprochen und in die Wege geleitet werden können.

1981 wurde in Rotterdam das erste HALT-Büro eröffnet. HALT bedeutet "stop" und bezieht sich auf "Het ALTernatief" (die Alternative) im Niederländischen. Dahinter verbirgt sich ein spezielles Jugendstrafrechts-System, das die besondere Situation von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt und auf Erziehungs- und Reintegrationsmaßnahmen basiert. Junge Straftäter von 12 bis 18 Jahren, die zum ersten Mal einen geringfügigen Delikt begangen haben, können sich für diese Prozedur entscheiden, und umgehen damit eine gerichtliche Verfolgung und gegebenenfalls ein Strafverfahren.
Die Kosten für dieses Verfahren trägt die Regierung, wobei HALT Nederland im Januar 2003 die Verwaltung der Mittel vom Justizministerium übernommen hat.

Ein Netzwerk von niederschwelligen Rechtsberatungsstellen für junge Menschen ist der Verband der Kinder- und Jugendrechtsläden (Landelijke Vereniging van Kinder- en Jongerenrechtswinkels). Inzwischen existieren landesweit 11 Einrichtungen, die zwar rechtlich selbstständig sind, jedoch alle den gleichen Namen und ein einheitliches Logo führen. Sie bieten kostenlos und - wenn gewünscht - anonym rechtliche Hilfestellung z.B. in arbeits- oder familienrechtlichen Fällen, bei gesundheits-, ausländer- oder sozialrechtlichen Problemen und auch in strafrechtlichen Konflikten an. Ihre Aufgabe sehen sie sowohl in der Information, Beratung und Unterstützung junger Menschen bei rechtlichen Problemen (inkl. aktiver Rechtshilfe), als auch in der Information von Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen und anderen relevanten Personen und Behörden über die Rechtsstellung von Kindern und Jugendlichen. (Ausführliche Informationen finden sich im Artikel von Prof. Dr. jur. Thomas Trenczek: Niederschwelliger Zugang zum Recht? Kinderrechtsläden in den Niederlanden; in: FORUM Jugendhilfe 1/2005, 71-76.)

(Die beiden ersten Textabschnitte gehen auf Dokumente des NIZW zurück, siehe dazu www.youthpolicy.nl)

Link-Tipps

  • www.jeugdwerkloosheid.nl - Homepage der "Taskforce Jugendarbeitslosigkeit" 
  • www.youthpolicy.nl > Parenting Support - Informationen zur Familienhilfe durch das NIZW 
  • www.halt.nl - Homepage von HALT (Ein englischsprachiges Dokument mit näheren Informationen zu diesem Projekt lässt sich unter dem Menüpunkt "Informatie" herunterladen.) 
  • www.defenceforchildren.nl - Homepage der Organisation "Defence for Children International" (Die Organisation informiert über Kinderrechte auf der Basis der UN-Kinderrechtskonvention und deren Implementierung in niederländisches Recht, spürt Kinderrechts-Verletzungen auf und klagt sie an und initiiert Projekte zum Schutz der Kinderrechte.) 
  • www.kinderrechtswinkel.nl - Information und Beratung für Kinder und Jugendliche zu ihren Rechten 
  • www.savethechildren.nl - "Save the Children" Niederlande
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Zentrale Einrichtungen und Organisationen

In den internationalen Netzwerken spielen die niederländischen Organisationen eine wichtige Rolle:

Zusammenarbeit mit Deutschland

Das deutsch-niederländische Programm der jugendpolitischen Zusammenarbeit löste das Sonderprogramm für den Austausch der jungen Generation, das 1961 im Rahmen des Kulturabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich der Niederlande vereinbart wurde, ab. Im Rahmen dieses Programms wurde bisher der binationale Austausch von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe gefördert. 

Deutschland plus richtet sich insbesondere an niederländische Schüler/innen und Lehrpersonal, die Kontakte nach Deutschland pflegen, ermöglicht ihren Austausch und fördert Sprachkurse.

Das Prämienprogramm ermöglicht Stipendien für niederländische Schüler/innen in weiterführenden Schulen, die über sehr gute Noten in Deutsch verfügen. Eine gute Übersicht über die gemeinsamen Erklärungen und Abkommen Nordrhein-Westfalens mit den Benelux-Ländern gibt es auf der Homepage NRW.in Europa unter www.europa.nrw.de bzw. für das Land Niedersachsen auf deren Homepage unter www.niedersachsen.de/master/C416703_N403535_L20_D0_I198.html.

Zusammenarbeit mit anderen Ländern

Die Niederlande haben mit einer ganzen Reihe von Ländern kulturelle Sonderverträge und Abkommen abgeschlossen, in denen auch der Jugendaustausch zwischen den Ländern geregelt ist. Diese bilateralen Verträge bestehen insbesondere mit den angrenzenden Staaten, mit Ländern, die sich in einem demokratischen und sozialen Umstrukturierungsprozess befinden, mit Ländern, die auf Grund ihrer Entwicklung das spezielle Interesse der Niederlande verdienen und mit den Herkunftsländern ethnischer Minderheiten in den Niederlanden. Daneben gibt es bilaterale Kooperationen, die auf der regionalen Ebene, beispielsweise von den Provinzen, stattfinden.

Eine Reihe niederländischer Städte verfügt über städtepartnerschaftliche Verbindungen mit ausländischen Kommunen (Informationen hierüber findet man meist auf den Homepages der einzelnen Städte, zum Beispiel www.amsterdam.nlwww.eindhoven.nl etc.: Städtepartnerschaft heißt stedenband, Partnerstadt heißt susterstad).

Die niederländischen Jugendorganisationen werden im Europäischen Jugendforum durch den Nationalen Jugendrat (Nationale Jeugraad) vertreten. Im Jeugdraad wird die Arbeit des früheren Niederländischen Komitees für Multilaterale Jugendarbeit ("Komitee 31"), der Nationaal Jeugddebat, des Jeugd Netwerk Nederland und des Nationalen Jugendrats für Umwelt und Entwicklung (Nationale Jongerenraad voor Milieu en Ontwikkeling) vereinigt, koordiniert und intensiviert.

Ähnliches gilt für das Referat Jugendpolitik im Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, das in den relevanten Gremien der Europäischen Union (EU) und der Vereinten Nationen vertreten ist.

Mehrere niederländische Kinder- und Jugendorganisationen beziehungsweise Organisationen, die unter anderem für Kinder und Jugendliche zuständig sind, arbeiten selbst aktiv mit in den internationalen Gremien der EU oder UNESCO.

Weitere Informationen zur internationalen Zusammenarbeit der Niederlande stellt auch die Homepage des NIZW unter www.youthpolicy.nl > International Relations zur Verfügung.

Link-Tipps

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Mobilität

Die Niederlande sind Mitglied in der European Youth Card Association (EYCA). Informationen zu Vergünstigungen mit der Europäischen Jugendkarte EURO26 (und jede Menge weiterer Informationen zu kulturellen Veranstaltungen, Reiseangeboten, ...) gibt es unter http://www.cjp.nl.

Ebenso sind die Niederlande Programmland im europäischen Aktionsprogramm Erasmus+ JUGEND IN AKTION. Die niederländische Nationalagentur für die Umsetzung des Programms ist das Nederlands Jeugdinstituut Internationaal mit Sitz in Utrecht.

Weitere Informationen zu den Niederlanden für junge Leute auf dem Europäischen Jugendportal: http://europa.eu/youth/NL_de

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Weiterführendes - Niederlande

Stapel Zeitungen.
Stapel Zeitungen. Bild: © macgyverhh / fotolia.com

Weiterführendes bietet Dokumente, Lesetipps und nützliche Adressen in den Niederlanden und Deutschland.

Literatur- und Linktipps

Allgemein
Kinder und Jugend 
Links

Allgemein

  • Umfangreiche deutschsprachige Angaben zur niederländischen Literatur (www.ned.univie.ac.at
  • NIEDERLANDE HÖREN - Das erste deutschsprachige Niederlande-Hörbuch auf CD. Eine musikalisch illustrierte Reise durch die Kultur der Niederlande bis in die Gegenwart.Silberfuchs-Verlag, 2012
  • Margalith Klijwegt: Onzichtbare ouders. De buurt van Mohammed B.; Verlag Plataan, Zutphen 2005. - Die Autorin begleitete ein Jahr lang (2003-2004) als ständiger Gast eine Schulklasse mit 13- bis 14-jährigen Kindern, und zwar in einem Migrantenviertel in Amsterdam West.
  • Dik Linthout (2004): Frau Antje und Herr Mustermann. Niederlande für Deutsche. Berlin: Ch. Links Verlag. - Der Autor geht der Entstehung von Bildern über den jeweiligen Nachbarn nach und beschreibt, was daran tatsächlich wahr ist. Das gesellschaftliche Leben der Niederlande wird so in seiner Vielfalt und Unterschiedlichkeit für Deutsche verständlich.
  • Georg Michels / Bernd Müller (2003): Zwischen Pommes und Praline. Mentalitätsunterschiede, Verhandlungs- und Gesprächskultur in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Nordrhein-Westfalen. Münster: Agenda-Verlag.
  • Norbert Lepszy (2003): Das politische System der Niederlande. In: Wolfgang Ismayr (ed.) unter Mitarbeit von Hermann Groß und Markus Soldner: Die politischen Systeme Westeuropas, 3., aktualisierte und überarbeitete Auflage, Opladen: Leske + Budrich, 349-387.
  • Joachim F. E. Bläsing (2000): Partner in Verschiedenheit - Zum Wirtschaftsverhältnis zwischen Deutschland und den Niederlanden. In: Heiter bis Wolkig. Begleitbuch zur Ausstellung im Haus der Geschiche der Bundesrepublik Deutschland in Bonn vom 22. November 2000 bis 16. April 2001 und im Rijksmuseum Amsterdam vom 26. Mai bis 16. September 2001. Bouvier/Bonn. S. 82 bis 93.
  • Dekker, H., Aspeslagh, R.: Ein besonderes Verhältnis. Deutschland und die Niederlande. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1999.
  • Ministry of Education, Culture and Science (1998): Education in the Netherlands. Den Haag: Ministry of Education, Culture and Science.
  • Rüdiger Meyenberg (1998): Die Vorurteile gegenüber Deutschen sind eine Aufgabe der Niederländer selbst. In: Einblicke Nr. 27, Forschungsmagazin der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (14. Jahrgang, April 1998). - www.uni-oldenburg.de/presse/einblicke/27/meyen.htm 
  • Müller, B., Wielenga, F. (1995): Kannitverstan? Deutschlandbilder aus den Niederlanden. Münster: agenda Verlag.

Kinder und Jugend

  • Prof. Dr. jur. Thomas Trenczek (2005): Niederschwelliger Zugang zum Recht? Kinderrechtsläden in den Niederlanden; in: FORUM Jugendhilfe 1/2005, 71-76.
  • Margalith Klijwegt: Onzichtbare ouders. De buurt van Mohammed B.; Verlag Plataan, Zutphen 2005. - Die Autorin begleitete ein Jahr lang (2003-2004) als ständiger Gast eine Schulklasse mit 13- bis 14-jährigen Kindern, und zwar in einem Migrantenviertel in Amsterdam West.

Links

www.youthpolicy.nl - Website des Niederländischen Jugendinstituts zur Jugendarbeit und Jugendpolitik in den Niederlanden
http://jeugdmonitor.cbs.nl - Jugendmonitor Niederlande mit Informationen zur Lage der Jugend in den Niederlanden, Themenschwerpunkte: Jugend und Familie, Gesundheit und Fürsorge, Bildung, Arbeit, Sicherheit und Recht
http://www.europeesplatform.nl/austausch/ - Auf Anregung des Deutsch-niederländischen Ausschusses für den pädagogischen Austausch entstand die ‘Austauschwebsite Nederland-Deutschland’ in bilateraler Zusammenarbeit verschiedener Organisationen und Personen.
http://www.austausch-nl.de/ - Website mit Informationen zum deutsch-niederländischen Austausch im Bildungsbereich. Richtet sich praxisnah an Schulen und Lehrerseminare, aber verweist auch auf den außerschulischen Austausch und bildungspolitische Hintergründe.
http://www.jipsite.nl/vereniging-van-jips/vereniging-van-jips - Homepage der Vereinigung der Jugendinformationszentren mit umfassender Linksammlung zu Jugendinformationsthemen

Thematische Internetseiten
www.sociosite.net (SocioSite - Sozialwissenschaftliche Linksammlung)
www.sociosite.net/topics/familychild.php (Deep Link zum Thema Kinder und Jugendliche)
http://www.gkgk-online.de/fileadmin/user_upload/pdf/fort-_und_weiterbildung/eads-sportwoerterbuch_509000.pdf - Sportwörterbuch deutsch-niederländisch zur grenzüberschreitenden Verständigung im Sport der Europäischen Akademie des Sports in Velen (mit Unterstützung der Euregio) 

Jugendwohlfahrt
www.ontwikkelingsstimulering.nl 
www.kinderopvang.nl
www.jeugdwelzijnswerk.nl 
www.jeugdenmedia.nl 

Prävention und Beratung:
www.opvoedingsondersteuning.info 
www.kindermishandeling.info (für Fachkräfte)
www.kindermishandeling.nl (für Kinder und Jugendliche)

Kinder- und Jugendhilfe: 
www.jeugdzorg.nl 
http://www.richtlijnenjeugdzorg.nl/ 
www.jeugdinterventies.nl
www.jeugdenco.nl/ - Zeitschrift Jeugd en Co für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe in den Niederlanden

Statistische Informationen:
www.scp.nl
www.cbs.nl

Andere:
www.niederlande-im-unterricht.de/ - internetbasiertes Schulprojekt zur politischen Bildung Niederlande mit dem Ziel, landeskundliche Unterrichtsmaterialien über die Niederlande für den Fach- und Projektunterricht an deutschen Sekundarschulen zu entwickeln

Bitte auch die Linktipps am Ende der einzelnen Kapitel beachten!

Botschaften, Konsulate, Vertretungen

Königlich Niederländische Botschaft
Klosterstraße 50, 10179 Berlin
Fon: 030 209560, Fax: 030 20956441
E-Mail: nlgovbln[at]bln.nlamb.de, Internet: www.niederlandeweb.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Groot Hertoginnenlaan 18-20, 2517 EU DEN HAAG
NIEDERLANDE
Fon: +31 70 3420600, Fax: +31 70 3651957
E-Mail: (über ein Formular auf der Website), Internet: www.duitse-ambassade.nl

Ministerien und andere staatliche Einrichtungen

Direktorat für Jugendpolitik beim Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport (Directie Jeugdbeleid, Ministerie van Volksgezondheit, Welzijn en Sport)
PO Box 20350, 2500 EJ DEN HAAG
NIEDERLANDE
Fon: +31 70 3407911, Fax: +31 70 3407834
Internet: http://www.rijksoverheid.nl/ministeries/vws#ref-minvws

Justizministerium (Ministerie van Justitie, Afdeling Preventie, Jeugd en Sancties)
PO Box 20301, 2500 EH Den Haag
NIEDERLANDE
Fon: +31 70 3707321, Fax: +31 70 3707937
E-Mail: voorlichting[at]minjus.nl, Internet: http://www.rijksoverheid.nl/ministeries/venj#ref-justitie

Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft (Ministerie van Onderwijs, Cultuur en Wetenschap)
PO Box 25000, 2700 LZ ZOETERMEER
NIEDERLANDE
Fon: +31 79 3232323, Fax: +31 79 3232320
E-Mail: ocwinfo[at]postbus51.nl, Internet: http://www.rijksoverheid.nl/ministeries/ocw#ref-minocw

Kulturelle Mittlereinrichtungen

Haus der Niederlande / Zentrum für Niederlande-Studien
Alter Steinweg 6/7, 48143 Münster
Fon: 0251 83285-16, Fax: 0251 8328520
E-Mail: info[at]niederlandenet.de, Internet: www.niederlandenet.de

Duitsland Instituut Amsterdam
Prins Hendrikkade 189B, 1011 TD AMSTERDAM
NIEDERLANDE
Fon: +31 20 5253690, Fax: +31 20 5253693
E-Mail: dia[at]dia.uva.nl, Internet: http://www.duitslandinstituut.nl

Goethe-Institut Amsterdam
Herengracht 470, 1017 CA AMSTERDAM
NIEDERLANDE
Fon: +31 20 5312900, Fax: +31 20 638 4631
E-Mail: info[at]amsterdam.goethe.org, Internet: www.goethe.de/ins/nl/ams/deindex.htm

Goethe-Institut Rotterdam
Westersingel 9, 3014 GM ROTTERDAM
NIEDERLANDE
Fon: +31 10 209 2090 , Fax: +31 10 209 2072
E-Mail: info[at]rotterdam.goethe.org, Internet: www.goethe.de/ins/nl/rot/deindex.htm

Jugend- und Sportverbände

Niederländischer Jugendrat (Nationale Jeugdraad)
Maliebaan 127, 3581 CK UTRECHT
NIEDERLANDE
Fon: +31 30 2303575, Fax: +31 30 2303585
E-Mail: info[at]jeugdraad.nl, Internet: www.jeugdraad.nl 

Einrichtungen und Träger der politischen und kulturellen Jugendbildung sowie der Jugendsozialarbeit

Niederländisches Jugendinstitut (Nederlands Jeugdinstituut)
Postbus 19221, 3501 DE UTRECHT
Besuchsadresse: Catharijnesingel 47
NIEDERLANDE
Fon: + 31 30 2306344
Internet: www.nji.nl

MOVISIE - Niederländisches Institut für Sozialwesen
Stichting Movisie
Postbus 19129, 3501 DC UTRECHT
Besuchsadresse: Catharijnesingel 47
Fon: +31 30 7892000
E-Mail: info[at]movisie.nl, Internet: www.movisie.nl

Jugendinformationszentren

Eurodesk Niederlande
International Department, Eurodesk
P.O. Box 19221, 3501 DD UTRECHT
NIEDERLANDE
Fon: +31 30 23065-50, Fax: +31 30 23065-40
E-Mail: eurodesknl[at]eurodesk.eu, Internet: www.go-europe.nl

Jugendunterkünfte

Nederlandse Jeugdherberg Centrale (Niederländischer Jugendherbergsverband)
Fon: +31 20 5513155
E-Mail: info[at]stayokay.com, Internet: http://www.stayokay.com/nl

Einrichtungen und Organisationen der internationalen Jugendarbeit

Nederlands Jeugd Instituut
Postbus 19221, 3501 DE Utrecht
Besuchsadresse: Catharijnesingel 47
NIEDERLANDE
Fon: +31 30 2306344
Internet: www.nji.nl/

National Agency Erasmus+ Education and Training
Kortenaerkade 11, NL-2518 AX, DEN HAAG
NIEDERLANDE
Fon: +31 70 426 02 57
E-Mail: Erasmusplus[at]nuffic.nl, Internet: www.erasmusplus.nl

Impressum aus Scrabblesteinen gelegt.
Impressum aus Scrabblesteinen gelegt. Bild: mih83 / pixabay.com

Impressum - Niederlande

Die Länderinfos zu den NIEDERLANDEN wurden zusammengestellt von: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Letzte Aktualisierung: November 2017

Kontakt: dija(at)ijab.de