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Neuerschienener WHO-Bericht: Immer mehr Jugendliche in Europa berichten über psychische Probleme (22.05.2020)

Ein vom WHO-Regionalbüro für Europa veröffentlichter neuer Bericht über die Studie zum Gesundheitsverhalten von Kindern im schulpflichtigen Alter (HBSC) deutet auf eine Verschlechterung des psychischen Wohlbefindens von Jugendlichen im Zeitraum zwischen 2014 und 2018 hin.

Der Bericht enthält umfassende Daten über die körperliche Gesundheit, sozialen Beziehungen und das psychische Wohlbefinden von 227 441 Schulkindern im Alter von 11, 13 und 15 Jahren aus 45 Ländern. Er dient damit als Basislinie für die Messung der Auswirkungen von COVID-19 auf das Leben junger Menschen in zukünftigen Studien.

Der Bericht zeigt, dass das psychische Wohlbefinden von Kindern sich verschlechtert, wenn sie älter werden. Dabei weisen Mädchen im Vergleich zu Jungen ein besonders großes Risiko auf. Jeder vierte Jugendliche gibt an, mindestens einmal pro Woche mit Nervosität, Reizbarkeit oder Einschlafstörungen zu kämpfen zu haben.

Zu den weiteren zentralen Erkenntnissen des Berichts zählt, dass in Bezug auf das psychische Wohlbefinden zwischen den Ländern erhebliche Unterschiede bestehen.

Dem Bericht zufolge werden Jugendliche in etwa einem Drittel der Länder im Vergleich zu 2014 zunehmend durch Schularbeiten belastet und immer weniger junge Menschen gehen gerne zur Schule.

Die Studie untersucht neben dem sich verändernden Bild des psychischen Wohlbefindens bei Jugendlichen in der Region auch die zunehmende Verwendung digitaler Technologien. Diese Technologien können positive Effekte haben, doch sie können auch neue Bedrohungen verursachen. Hierzu zählt etwa Cyber-Mobbing, durch das insbesondere Mädchen unverhältnismäßig stark betroffen sind. Mehr als jeder zehnte Jugendliche gibt an, mindestens einmal in den vergangenen zwei Monaten Opfer von Cyber-Mobbing gewesen zu sein.

Weitere Informationen zur Studie und den teilnehmenden Ländern finden Sie unter: www.hbsc.org

Quelle: WHO-Regionalbüro für Europa