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UK: Junge Menschen in Obhut laufen Gefahr, illegal im Land zu werden (05.03.2020)

Brexit
Bild: stux / pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Drei bis dreieinhalb Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger leben schätzungsweise in Großbritannien. Da Großbritannien aber kein Einwohnermelderegister führt, gibt es auch keine präzisen Zahlen. Die Brexit Übergangsfrist endet am 31. Dezember 2020. Danach haben EU-Bürger/-innen nicht mehr wie bisher automatisch das Recht, in Großbritannien zu leben. Alle EU-Bürger/-innen, die im Vereinigten Königreich leben, haben bis zum Ende der Brexit-Übergangsfrist Zeit, ihren Aufenthaltsstatus zu klären und eine Aufenthaltserlaubnis zu beantragen.

Eine Untersuchung der Greater Manchester Immigration Aid Unit (GMIAU) geht davon aus, dass 10 000 junger EU-Bürger/-innen, die sich in Obhut befinden oder sogenannte care leavers sind, illegal aufhältig werden, falls sie keine Unterstützung bei der Beantragung ihrer Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Bleibt die Unterstützung aus, droht diesen jungen Menschen Obdachlosigkeit, Abschiebung und Festnahmen. GMIAU fordert deshalb, dass die kommunalen Behörden den Kindern und Jugendlichen in Obhut bei der Klärung ihres Aufenthaltsstatus behilflich sind.

Greater Manchester Immigration Aid Unit: "Not so straightforward: experiences of children in care and care leavers in Greater Manchester affected by Brexit immigration changes"

Quelle: Greater Manchester Immigration Aid Unit